Das Projekt

Nach den Erlebnissen der folgenschweren Flutkatastrophe 2010 in Ladakh beschlossen Ulli Felber und Gulzar Hussain, das Spendenprojekt „Hilfe für Ladakh“ (engl.: „Support Ladakh“) ins Leben zu rufen, um bedürftige ladakhische Familien auch in der Zeit nach der Flut zu unterstützen. Inzwischen ist das Projekt Jahr für Jahr gewachsen, bedürftige Familien, Patenkinder und – inzwischen unser Hauptfokus – die Nomadenschule sind dazugekommen. Mit den Spendengeldern und der Hilfe von Freiwilligen konnten wir bislang Folgendes schaffen:

  • Versorgung von über 300 Familien mit Zement (2010/2011 nach der Flutkatastrophe) 
  • Finanzielle Unterstützung von fünf schwer betroffenen Familien und deren Kindern (seit 2010 bis heute) 
  • Förderung der Schule in Phey, des Zanskar Residential Solar Hostels sowie der Efterskole in Phyang (2016)
  • Förderung der Nomadenschule in Changtang mit Schulmaterialien und Workshops
  • Einrichtung eines Notfallfonds zur medizinischen Versorgung der Nomadenkinder
  • Errichtung eines Handwerkszentrums mit angeschlossener Bibliothek (seit 2011 bis heute) inkl. Zusatzausbildungsangebot im traditionellem, nomadischen Handwerk
  • Unterstützung unserer Patenkinder (seit 2014 bis heute)


Wir haben schon vieles dank eurer Spenden erreicht und möchten auch in Zukunft weitermachen!

Changtang

Die Nomadenschule

Durch Zufall wurden wir 2011 auf die Nomadenschule in Changtang aufmerksam und entschlossen uns kurzerhand auch dort ein kleines Projekt zu starten: Über 8 Monate im Jahr verbringen die rund 130 Nomadenkinder ihre Zeit in der Schule, fernab von ihren Familien.  Die Ressourcen in dem 4500 m hoch gelegenen Nomadengebiet sind knapp. Das tägliche Essen der Kinder besteht meist nur aus Reis und Linsen. In der Schule sind keine sanitären Anlagen vorhanden, sodass sich die Kinder täglich am Fluss waschen müssen. Der Unterrichtsstoff ist einfach gehalten, zumal weder genügend Lehrpersonal noch Arbeitsmaterial zur Verfügung stehen. 

Mit wenig Aufwand können wir den außergewöhnlich lieben Kindern seit 2011 Jahr für Jahr eine große Freude bereiten: Neben der Versorgung mit Lehrmaterial, Spiel- und Sportsachen sowie einer Jahresration an Hygieneartikeln, veranstalten wir jeden Sommer mit der Unterstützung von freiwilligen Helfern mehrtägige Kurse in Basteln, Zeichnen, Fotografie und Körperpflege. 2014 konnten wir zudem einen Notfallfond zur medizinischen Versorgung der Kinder einrichten.  In den vergangenen zwei Jahren lag der Fokus auf der Errichtung des Literatur- und Handwerkszentrums “Nomadentum im West-Himalaya“, das wir nun seit Sommer 2018 betreiben. 

Eine Lehre mit Mehrwert

Das Handwerkszentrum

 Im August 2018, nach Fertigstellung des Baus, konnten wir unser lang ersehntes Literatur- und Handwerksprojekt “Nomadentum im West-Himalaya“ starten. In dem Zentrum unterrichten zwei Nomadinnen traditionelles Handwerk– damit wird einerseits ein wertvoller Beitrag zum Erhalt dieses schwindenden Kulturguts geleistet, zum anderen erhalten die Kinder damit neben dem Schulabschluss auch einen Lehrabschluss. Wichtiges Element wird hier außerdem die Produktion von Teppichen und Pashmina-Schals sein, durch deren Verkauf die Schule sich später einmal auch ein Taschengeld verdienen kann, das den Kindern zugutekommen wird. Die Bibliothek wiederum dient Lehrern zur wissenschaftlichen Erarbeitung und Schülern zum tieferen Kennenlernen ihrer eigenen Kultur, um sie zukünftig mit gezielten Schritten zu erhalten. Wir benötigen jährlich Spenden, um das Zentrum mit Material zu versorgen und das Gehalt der Nomadinnen zur Verfügung zu stellen!